Was uns im Ski-Winter 2020/21 erwartet

2020 ist ein spezielles Jahr, in dem so vieles anders läuft als gewohnt. Und ob es uns gefällt oder nicht – auch dieser Winter wird anders werden. Bad News für alle Winterportler? Nicht unbedingt, denn „anders“ bedeutet nicht automatisch schlechter. Wir haben uns ein paar Gedanken gemacht, was auf uns Skifahrer in den nächsten Wochen und Monaten zukommt. Ein Überblick:

DIE BAD NEWS: DERZEIT FAST ÜBERALL KEIN BETRIEB

Die schlechten Nachrichten zuerst: Im Moment laufen die Lifte fürs breite Publikum nicht, zumindest nicht in weiten Teilen der Alpen: In Österreich, Deutschland, Italien und Frankreich mussten alle Skigebiete wegen des Lockdowns ihren Betrieb einstellen – wie bzw. wann und wo es weiter geht, ist vielerorts weiter offen. Um das Thema ist eine heftige Diskussion auf europäischer Ebene entbrannt.

Aus Skifahrer-Sicht ist die Situation frustrierend und ärgerlich, keine Frage. Den Kopf in den Sand stecken ist aber sicher nicht angesagt, denn wer über die Landesgrenzen schaut, darf hoffen: Die Schweiz, Skandinavien und auch Nordamerika sind mit teils umfangreichen Schutzkonzepten erfolgreich in die Skisaison gestartet. Und so erreichen uns bereits jetzt Bilder von glücklichen Menschen im Schnee ... und wichtige Erfahrungswerte, wie ein verantwortungsbewusster Wintersport in Corona-Zeiten aussehen kann. Womit wir auch schon bei den Good News sind ...

DIE GOOD NEWS: WIR WERDEN AUCH HEUER SKI FAHREN

Früher oder später werden die Skilifte in diesem Winter laufen, auch in Deiner Region. Vielleicht nimmt nicht jeder einzelne Lift den Betrieb auf, aber Skifahren wird möglich sein. Davon sind wir zutiefst überzeugt. Deshalb geben wir Dir auch unsere OPEN MOUNTAIN GUARANTEE, mit der Du Deinen ORIGINAL+ Ski sorgenfrei bestellen kannst – Du zahlst erst, wenn die Skilifte in Deinem Land wieder öffnen.

Woher wir die Zuversicht nehmen? Ein paar Gründe:

  • Auch wenn die Politik sich momentan vielerorts quer stellt – der Widerstand gegen eine langfristige Schließung der Skigebiete ist groß. Bergbahnen, Restaurants, Hotels, Sportfachhändler, Verleihstationen, Mobilitätsanbieter, Skischulen und Skiverbände – sie alle leben vom Wintertourismus. Der wirtschaftliche Schaden durch die politisch verordnete Zwangspause ist entsprechend groß. Der Druck auf die Politik wächst. Wintersportnationen wie Österreich setzen viel daran, einen sicheren Skibetrieb so bald wie möglich zu starten. Aus heutiger Sicht sollte das Skifahren auf österreichischen Pisten ab 24. Dezember 2020 wieder möglich sein.
  • Die am Wintertourismus beteiligten Betriebe haben ihre Hausaufgaben gemacht und sich auf eine Wintersaison mit COVID-19 so gut wie möglich vorbereitet: Detaillierte Präventionskonzepte mit Hygiene- und Schutzmaßnahmen wurden ausgearbeitet, Millionenbeträge in Umbauten, Online-Ticketing, Kameras (zur Abstandskontrolle), Hygieneeinrichtungen, Absperrungen, Leitsysteme und Tests des Personals investiert. Die Sommersaison hat gezeigt, dass die Situation mit wirksamen Auflagen gut beherrschbar ist.
  • Bei dieser Krise geht es um Gesundheit – und Wintersport ist nachweislich gesund: Skifahren wirkt sich positiv auf das Herz-/Kreislaufsystem, die Muskulatur und Kraft aus. Es steigert die Motivation und das generelle Wohlbefinden – physisch wie mental. Dabei sind die positiven Gesundheitseffekte laut Sportmedizinern übrigens größer als die Unfallgefahren. Skifahren ist Bewegung in der Natur, frische Luft, kurz: ein Sport mit naturgemäß viel Abstand und optimaler Belüftung.
  • Es gibt bisher keinerlei Hinweise auf eine Ansteckungsgefahr auf der Piste. 85 % der Liftanlagen bei uns sind offene Schlepp- und Sessellifte. Sessellifte mit Abstand auf den Sitzen und Gondeln mit Mindestabstand und reduzierter Besetzung, guter Belüftung, regelmäßiger Desinfektion sowie Maskenpflicht sind nicht gefährlicher als öffentliche Verkehrsmittel. Und da beim Skifahren mehr oder weniger durchgehend Handschuhe getragen werden, kann man von einem grundsätzlich niedrigeren Verbreitungsrisiko mittels Schmierinfektion ausgehen.

Soweit die Theorie. Nun zur Praxis:

DIE SCHUTZMASSNAHMEN IM SKIGEBIET IM ÜBERBLICK

Die verschiedenen Schutzmaßnahmen in den Skigebieten sind organisatorischer, betrieblicher, hygienischer und digitaler Natur. Natürlich wird es regionale Unterschiede geben, weil die örtlichen Gegebenheiten nicht überall gleich sind. Generell kannst Du mit folgenden Maßnahmen rechnen:

  • Abstand:
    Wo immer möglich, ist bei allen Aktivitäten – insbesondere beim Anstehen vor Kassen und Seilbahnen und in den Restaurants – ein Mindestabstand von 1 m einzuhalten. Anstehbereiche werden entsprechend organisiert sein (mit Bodenmarkierungen, Absperrungen etc.).
  • Maskenpflicht:
    Es gilt eine strenge Maskenpflicht, und zwar während der gesamten Fahrt in Liften und Bahnen (Kabinen/Sessel/Schlepplift), im Kassenbereich, in sonstigen Anstehbereichen, in Skibussen sowie in allen Gebäuden (Liftstationen, Skidepots, Verleihstation, Restaurants etc.). Ein Mund-Nasen-Schutz ist auch für alle Mitarbeiter vor Ort verpflichtend.
    Auf Pisten bzw. beim Abfahren muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
  • Mund-Nasen-Schutz (MNS):
    Nach aktuellem Stand sind auch Multifunktionstücher, Buffs, Bandanas, Skimasken usw. als Mund-Nasen-Schutz zulässig, solange Mund und Nase komplett bedeckt sind.

  • Kapazitätsbeschränkungen:
    Die rechtlichen Vorgaben sehen grundsätzlich keine Beschränkungen der Personenzahl vor. Für den geplanten Start des Skibetriebs in Österreich ab 24.12. gilt aber in geschlossenen Räumen, also Gondeln und Kabinenbahnen, eine Kapazitätsgrenze von 50 %. Unabhängig davon hatten zahlreiche Seilbahnbetreiber frühzeitig angekündigt, speziell große Kabinen freiwillig nicht voll zu besetzen.

Bei großem Besucherandrang ist es außerdem möglich, dass der Ticketverkauf ab einem gewissen Zeitpunkt eingestellt wird. Die Entscheidung liegt beim jeweiligen Skigebiet. Für einige Skigebiete in der Schweiz benötigt man derzeit eine Vorab-Reservierung, da nur eine bestimmte Anzahl an Gästen zugelassen wird. Das ist auch andernorts denkbar. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Auslastung in diesem Winter generell geringer sein wird als üblich.

  • Erhöhte Fahrfrequenzen, verkürzte Fahr- und Wartezeiten:
    Kabinenbahnen werden vielerorts häufiger fahren, bei Bedarf durchgehend, um Warteschlangen zu vermeiden. Die Fahrgeschwindigkeit von Liften wird, wo immer möglich, erhöht, sodass die Fahrzeit verkürzt werden kann.
  • Lüftung und Desinfektion:
    Die Seilbahnbetreiber versprechen, Gondeln und Liftanlagen so stark wie möglich zu durchlüften und regelmäßig zu desinfizieren. Das heißt: Die Fenster bleiben dauerhaft geöffnet. Wo das nicht möglich ist, sollten starke Lüfter und Luftreiniger für frische, saubere Luft sorgen.
    Desinfektionsmöglichkeiten für Gäste und Mitarbeiter werden flächendeckend in allen Ein- und Ausstiegsbereichen, sowie Toiletten, Kassenbereichen, etc. zur Verfügung stehen.
  • Ticketverkauf:
    Kontaktlose Bezahlung an den Skipasskassen sollte überall möglich sein. Die meisten Skigebiete setzen außerdem auf ein Online-Ticketing. Auch Pickup-Boxen zur kontaktlosen Abholung sowie Verkaufsautomaten zum Skipasserwerb sind ein Thema. Dadurch soll sichergestellt werden, dass es an den Kassen zu keinen größeren Menschenansammlungen kommt.
  • Betriebszeiten:
    Bereits vor den Betriebszeiten besetzte Tageskassen sollen in bestimmten Skigebieten das Personenaufkommen vor den Talstationen zeitlich besser verteilen. Längere Öffnungszeiten ausgewählter Skigebiete, insbesondere in der Früh, sollen größere Menschenansammlungen reduzieren.
  • Restaurants und Hütten:
    Wie eine Einkehr verantwortungsbewusst funktionieren kann, ist stark abhängig von den lokalen Gegebenheiten. Sicher ist: Konsumation im Freien und mit Bedienung wird forciert werden. Damit mehr Gäste an der frischen Luft sitzen können, werden vielerorts Außenbereiche vergrößert.
    Außerdem werden viele Gastrobetriebe im Gebiet Take-Away anbieten für Gäste, die ihre Verpflegung draußen in der Natur oder „fliegend“ einnehmen möchten.
    In bestimmten Gebieten wird für den Restaurantbesuch eine Tischreservierung nötig sein.
    In einigen Regionen werden die Restaurants und Hütten im Skigebiet (zunächst) trotz Skibetrieb geschlossen bleiben, so etwa in ganz Österreich (bis voraussichtlich 7.1.2021) oder auch im Schweizer Kanton Wallis. Hier heißt es „back to the roots“: Thermoskanne und Jausensackerl mitnehmen und ein lauschiges Plätzchen neben der Piste suchen und die Natur genießen!
  • Skischulen:
    Die Skischulen sind darauf vorbereitet, alle notwendigen und vorgeschriebenen Vorgaben zur Sicherheit der Gäste und der eigenen Mitarbeiter einzuhalten. Dazu gehören etwa Online-Buchungen und mehr Raum und eine zeitliche Entzerrung bei den Sammelplätzen und beim Mittagessen.
  • Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen:
    Zu den Stoßzeiten werden zum Teil eigens engagierte Sicherheitsbeauftragte für ruhige und geordnete Abläufe sorgen.
    Auch die Beförderungskapazitäten in den Öffis werden vielerorts hochgefahren (durch zusätzliche Busse, kürzere Taktung etc.), um Gedränge gar nicht erst aufkommen zu lassen.
    Mitarbeiter mit Kundenkontakt werden regelmäßig auf Covid-19 getestet. Außerdem werden sie räumlich (z. B. durch Plexiglasscheiben im Kassenbereich) auf Abstand gehalten.

FAZIT: EIN WINTER, DER LANGE IN ERINNEUNG BLEIBT

An die Skisaison 2020/21 werden wir uns mit Sicherheit lange erinnern – nicht nur wegen des verspäteten Starts, der teils hitzigen Diskussionen und der vielen Sicherheitsmaßnahmen. Wir glauben, dass uns dieser besondere Winter speziell in Erinnerung bleiben wird, weil er außergewöhnliche Erfahrungen mit sich bringt:

... Weniger Andrang im Gebiet

... leerere Pisten

... kürzere oder keine Wartezeiten an der Kassa und am Lift

... kürzere Fahrzeiten und damit mehr Zeit zum Skifahren

... längere Skitage durch verlängerte Betriebszeiten

... Essen an der frischen Luft statt in der stickigen Hütte ...

 

Skifahrerherz, was willst Du mehr?

Wir haben viel Platz draußen in der Natur! Sobald die Skigebiete öffnen, liegt es in unserer Hand, diesen Winter zu einem der besten jemals zu machen.

In Österreich starten wir voraussichtlich zu Weihnachten mit dem Skivergnügen. Bis dahin und für alle, die noch etwas länger aufs Skifahren im Skigebiet warten müssen, haben wir was in petto: Unsere brandneuen ORIGINAL+ Tourenski, mit denen Du in den Bergen wiederkommst, egal ob die Lifte laufen oder nicht. Mehr dazu erfährst Du hier.

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