Unsere Frau im Skibau

Wir stellen vor: Marlene Lenz, unsere erste weibliche Skibautechnikerin in Ausbildung

Knapp die Hälfte aller Skifahrer*innen sind Frauen. Skisport ist also alles andere als Männersache. In der Skiindustrie sind Frauen – wie in fast allen technischen Berufen – jedoch nach wie vor stark unterrepräsentiert. Umso mehr freuen wir uns, dass Marlene Lenz seit dem Sommer 2021 unser Team als Skibautechnikerin der Zukunft bereichert.

Weibliche Präsenz in der Tech-Branche? Fehlanzeige!

„Technik ist Männersache.“ Dieses weit verbreitete Vorurteil hält sich auch heute, im Jahr 2022, noch immer recht hartnäckig. Gerade wenn es um Lehrberufe geht, werden technische Ausbildungen oft als „schmutzig, laut, körperlich anstrengend und damit für Frauen ungeeignet“ angesehen.

Angesichts dieser Vorbehalte – nicht nur unter Frauen, sondern auch in deren Umfeld (Eltern, Lehrer*innen usw.) – ist es wenig verwunderlich, dass viele Tech-Branchen Männerdomänen sind. Nach wie vor rangieren Verkäuferin, Bürokauffrau und Frisörin an der Spitze der Lehrberufe, die junge Frauen in Österreich ergreifen.

Frauen und Technik? Ja, bitte!

Die gute Nachricht: Zukunft ist veränderlich. Der Anteil an Frauen in der Tech-Branche steigt, wenn auch langsam. Tatsächlich geschieht im Moment eine ganze Menge – von Unternehmer*innen-Initiativen bis hin zu Großveranstaltungen­ – um diesen Gendergap zumindest ein bisschen zu schließen. Immerhin: Seit einigen Jahren findet sich in der österreichischen Lehrlingsstatistik mit Metalltechnik auch ein technischer Beruf unter den Top-Ten-Lehrberufen der Mädchen.

Fakt ist jedoch: Es gibt noch viel Luft nach oben und jede Menge Platz für Frauen in der Technik. Denn Frauen sind in vielen Firmen nicht nur erwünscht, weil ein Mangel an fachlich qualifiziertem Personal herrscht. Zukunftsorientierte Unternehmen, die durch die „Diversity-Brille“ blicken, erwarten sich von einem höheren Frauenanteil auch mehr Innovationskraft.

Skibau ist bei ORIGINAL+ auch Frauensache

Dass Marlene Lenz sich für eine Ausbildung zur Skibautechnikerin bei ORIGINAL+ entschieden hat, ist für uns ein echter Glücksfall. Denn Marlene bringt alles mit, was man braucht, um im Skibau erfolgreich zu sein: hervorragendes technisches Verständnis, Begeisterung fürs Handwerk, Kenntnisse moderner Arbeitstechniken wie CAD und praktische Erfahrung mit Holz als Werkstoff – dank ihrer HTL Ausbildung für Innenraumgestaltung und Möbelbau.

Seit Sommer 2021 lernt Marlene nun alles, was zum Skibau gehört – von der Materialkunde bis zur eigentlichen Skiproduktion. Gemeinsam mit Mateo Beceiro Philippi, unserem zweiten Skibautechnik-Lehrling, besucht sie als eine von 6 Auszubildenden  die „Skibauer-Klasse" der Berufsschule Steyr. Im praktischen Teil ihrer Ausbildung stellt sie gemeinsam mit dem ORIGINAL+ Team sicher, dass wir hier in unserer Salzburger O+ Skimanufaktur die besten – maßgefertigten ­– Ski am Markt bauen können.

Im Interview: Marlene Lenz, Skibautechnik-Lehrling bei ORIGINAL+

Im Interview hat Marlene uns Folgendes über sich und ihre Ausbildung bei ORIGINAL+ verraten:

O+: Wie bist Du auf ORIGINAL+ gekommen?

Marlene: Ich habe nach einer Alternative zu meinem vorigen Beruf gesucht. Bereits vor acht Jahren habe ich mich erstmals für die Skibaubranche interessiert, da sie meine Leidenschaften zum Skisport und zum Handwerklichen verbindet. Als ich nach offenen Stellen gesucht habe, war für mich sofort klar, dass meine Bewerbung an O+ geht!

Was gefällt Dir besonders am Unternehmen bzw. am Lehrberuf?

Es ist natürlich toll, ständig dran erinnert zu werden, dass man jeden Tag aufs Neue ein Produkt herstellt, womit andere eine große Freude haben werden. Und das noch dazu in einer Spitzenqualität, so wie man´s einfach selbst auch gern unter den Füßen hat.

Was ist Skifahren für Dich persönlich?

Freiheit, Entspannung, Ausgleich, ein Gefühl von Zuhause sein.

Hast Du eine*n Skifahr-Held*in? Wenn ja, wen und warum?

Meine Eltern. Sie waren diejenigen, die mich schon als Zweieinhalbjährige auf Ski gestellt und mir auch die Liebe zum Skifahren mitgegeben haben.

Welche Erfahrungen hast Du in der Lehre gemacht?

Selbst wenn man vermeintlich „nur“ ein Produkt – Ski – herstellt, ist kein Tag wie der andere.

Warum hast du Dich für diese Lehrstelle entschieden?

Ganz einfach. Arbeit soll und muss auch Spaß machen, sonst hat man ja nix davon. Und genau das war der Grund. Mit Leidenschaft dabei sein zu können. Etwas Handwerkliches, das war für mich immer schon klar. Und ganz wichtig sind natürlich auch die passenden Kollegen und Kolleginnen, damit man während eines Arbeitstages eine gute Zeit haben kann.

Nenne eine Aufgabe, die Du täglich erledigst, von der Du nicht geglaubt hättest, dass sie zu Deinen Aufgaben gehört.

Total schwere Frage. Ich würd´ sagen, es gibt echt nichts, das ich jeden Tag mache. Und das im positiven Sinne, denn das heißt ja nur, dass es nie eintönig wird und man ständig Abwechslung hat.

Deine wichtigste Erkenntnis aus der Lehre?

Wie viele Arbeitsschritte tatsächlich notwendig sind, bis man einen fertigen Ski in der Hand hält.

Wann hast Du Deine Lehrabschlussprüfung und wie geht’s danach für Dich weiter?

Meine Lehrabschlussprüfung ist im frühen Herbst 2022. Klar bin ich danach mit der Lehre fertig, doch ich denke, für mich wird sich gar nicht so viel ändern, denn ich durfte von Anfang an überall mithelfen und Aufgaben übernehmen.

Marlene im „Wordrap“

  • In der Früh: Nutellabrot OHNE Butter!!!
  • Am Schnee: rauf oder runter runter! Rauf nur, damit ich runterfahren kann. 😉
  • Am Skilift: Mannerschnitten oder Flachmann keins von beiden. Aber lieber Mannerschnitten.
  • Nach dem Wachsen: Ski abziehen oder Wachs oben lassen hängt ganz von der Jahreszeit ab… 😉
  • Für den Rhythmus: Dein Apres-Ski-Hit oder Motivationssong zum Skifahren der Abfahrtston vom Lift in der Früh vor der ersten Auffahrt.

  • Lieblings-Ski-Modell … das hängt ganz von den Bedingungen ab 😉.

Mehr über Marlene erfährst Du auch hier.

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