Titanal® inside

Alles über das Hightech-Metall, das in jedem O+ Ski steckt

Wie sich ein Ski fährt, hängt stark von den Materialien ab, aus denen er gefertigt ist. Neben dem Holzkern, dem Herzstück des Skis, sind verschiedenste Werkstoffe verbaut, die das Fahrverhalten maßgeblich beeinflussen. Ganz entscheidend: Titanal®, ein Hightech-Metall, das in jedem ORIGINAL+ Ski nicht nur für außerordentliche Laufruhe sorgt, sondern auch den Flex, die Torsionssteifigkeit sowie Dämpfung optimiert und individuell – je nach persönlicher Konfiguration – an den Skifahrer anpasst.

Titanal® in Skibau

Aluminium wird bereits seit den 1960er Jahren in der Konstruktion von Ski verwendet. Nach ersten Erfolgen mit Aluminium-Blechlagen bei den Olympischen Winterspielen 1964 entwickelte die Austria Metall AG (AMAG) in den folgenden Jahrzenten eine hochfeste Aluminiumlegierung, die speziell für den Skibau konzipiert ist: Titanal® (eingetragene Marke).

Heute ist Titanal aus dem Premiumski-Segment und dem Rennsport nicht mehr wegzudenken. In der Sandwichbauweise, bei der unterschiedliche Schichten aus Holz, Carbon, Glasfaser, Aluminium, Kunststoff und Stahl aufeinandergelegt und unter Druck und Hitze verpresst werden, kommt der Hightech-Werkstoff als sogenannte Begurtung – oder einfach Lage – zum Einsatz.

Wo finde ich Titanal im Ski?

Titanal kann als Obergurt und/oder als Untergurt im Ski verbaut sein. Beim Obergurt liegt eine Lage Titanal zwischen Holzkern und Topsheet; diese wird bei jedem Schwung zusammengedrückt und nimmt die Druckbeanspruchungen des Skis auf, ohne sich zu verformen. Beim Untergurt bildet Titanal eine Lage zwischen Holzkern und Skibelag; diese wird bei jedem Schwung gedehnt und nimmt die Zugbeanspruchungen auf. Im Ergebnis führt das zu einer optimalen Druckverteilung und einem erhöhten Widerstand gegen Längsverdrehung. Kurz: Der Ski lässt sich besser und sicherer führen.

Titanal-Begurtungen liegen grundsätzlich in der Zone der höchsten Beanspruchung. Abhängig vom Skimodell (Einsatzbereich) und Hersteller gibt es jedoch große Unterschiede, wieviel von dem hochwertigen und teuren Werkstoff wo eingesetzt wird: Bei einigen Brettern ist Titanal nur als Verstärkung unter der Bindung oder als Streifen in der Mitte bzw. im Bereich der Seitenwangen eingelegt, andere Ski sind mit zwei vollflächigen Lagen ausgestattet. Ski der mittleren Preisklasse und darunter sind grundsätzlich ohne Titanal konstruiert.

Tech Facts:

Titanal gehört zur Gruppe der 7xxx-Legierungen (AlZn) und ist im entsprechenden Wärmebehandlungszustand

die höchstfeste Legierung, die in Blechform nach industriellen Standards schmelzmetallurgisch in Serie hergestellt wird. Es ist ähnlich wie das sogenannte Flugzeugaluminium (AlZnMgCu1,5) konzipiert, wobei die Anteile einiger Legierungselemente leicht erhöht sind. Minimale Zugaben von Titan (0,25 %) und Zirconium bewirken eine Kornverfeinerung, womit die Bruchdehnung erhöht ist.

In der Skiindustrie werden immer wieder fälschlicherweise die Begriffe „Titan“, „Titanium“ oder „Ti“ verwendet. Das ist insofern irreführend, weil es keine Ski mit Titan am Markt gibt. Titan ist zwar ein sehr kleiner Bestandteil der Aluminiumlegierung, aber die korrekte Bezeichnung lautet Titanal.

Was bewirkt Titanal im Ski?

Titanal ist ein isotropes Material, was – vereinfacht gesagt – bedeutet, dass es sich in alle Richtungen gleich verhält. Zu seinen Haupteigenschaften zählen: eine hohe Zugfestigkeit und Streckgrenze sowie ein hoher Deformationswiderstand.

Im Ski hat das den Effekt, dass die Legierung besonders gut auf die Laufruhe, Dämpfung, torsionale Steifigkeit (also die Verwindungssteifigkeit) sowie den Flex des Skis Einfluss nimmt und so für optimale Kraftübertragung und Stabilität sorgt. Mit anderen Worten: Titanal erzeugt besonders leistungsstarke, präzise Ski.

Ein hochsportlicher All Mountain-Ski oder Race-Ski ist in der Regel mit stärkerem, vollflächigem Titanal ausgestattet, damit der Ski bei hoher Geschwindigkeit laufruhig bleibt, direkt anspricht und auf harten bis eisigen Pisten starken Kantengriff hat. Im professionellen Ski-Rennsport etwa wird höchstfestes Titanal-Blech mit einer Dicke von bis zu 1,2 mm eingesetzt. In breiteren All Mountain- und Freeride-Ski ist meist etwas weniger Titanal verbaut, damit die Ski nicht zu schwerfällig werden und spielerisch bleiben, auch bei wechselnden Schneeverhältnissen. Tourenski, bei denen das Gewicht eine besonders große Rolle spielt, verwenden häufig partielle Titanaleinlagen (oder enthalten gar kein Titanal) – hier wird vermehrt noch leichteres Carbon und Glasfaser eingesetzt.

„Titanal ist ein einzigartiges Metall, das in jedem O+ Ski verbaut wird. Die hohe Güte und individuell angepasste Laufruhe unserer Ski ist ein herausragendes Qualitätsmerkmal."

Siegfried Rumpfhuber, Gründer ORIGINAL+

In der Skiindustrie einzigartig: In jedem O+ Ski ist Titanal verbaut

Fakt ist: Heute kommt kein Premium-Ski ohne Titanal aus. Zum einen wegen der Performance, zum anderen, weil ambitionierte Skifahrer längst wissen, dass Titanal ein absolutes Qualitätsmerkmal im Skibau ist und gezielt nach Ski mit Titanal suchen.

Wer uns kennt, weiß: Wir bei ORIGINAL+ machen keine halben Sachen. Und deshalb sind wir einer von nur ganz wenigen Herstellern weltweit, die in ausnahmslos jedem Ski Titanal verbauen. Auch in Zeiten von steigenden Rohstoffpreisen behalten wir diesen Grundsatz selbstverständlich bei. Denn die einzigartige Aluminiumlegierung erhöht ganz klar den Spaß- und Sicherheitsfaktor beim Skifahren.

Konkret verbauen wir bei unseren O+ Piste Ski, Piste+ Ski, All Mountain Ski und Freeride Ski je zwei vollflächige Lagen Titanal als Unter- und Obergurt. Unsere Tourenski haben – je nach Modell und Konfiguration – entweder eine Bindungseinlage oder eine bzw. zwei Lagen aus Titanal. Wie dick die Titanalbegurtung ist, hängt ganz von der persönlichen Konfiguration und vom jeweiligen Einsatzbereich ab. Unser digitaler Skikonfigurator ORIGO bestimmt die Materialstärke für jeden einzelnen Kunden neu. Das bedeutet, dass jeder Ski bei uns ein individuelles Titanal-Setup erhält. Grundsätzlich verarbeiten wir Titanal in den Stärken 0,4 - 0,5 - 0,6 - 0,7 - 0,8 mm.

Made in Austria – R250

Titanal ist ein einzigartiges Material, das seit mehr als 25 Jahren von nur einem Hersteller produziert wird: der AMAG aus Österreich. Der Herstellungsprozess findet am Standort Ranshofen im oberösterreichischen Innviertel statt. Somit passt das Hightech-Material perfekt in unser R250 Konzept, in dem wir uns verpflichten, alle Bauteile für die Skiproduktion ausschließlich aus der Region zu beziehen.

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