Der ORIGINAL+ Tourenski Guide

Sei gerüstet für den kommenden Skitourenwinter

Skitourengehen boomt! Das Angebot an Tourenski wird immer größer und unübersichtlicher. Unser Guide hilft Dir, die richtige Auswahl zu treffen.

Die unterschiedlichen Tourenski Arten

Grundsätzlich lassen sich Tourenski in folgende Kategorien einteilen:

Aufstiegsorientierte Tourenski

Wer beim Skitourengehen darauf aus ist, Gipfel um Gipfel zu erklimmen und möglichst viele Höhenmeter zu sammeln, investiert am besten in einen aufstiegsorientierten Tourenski. Das Gewicht spielt bei diesen Ski eine große Rolle, da häufig auch längere Anstiege effizient bewältigt werden sollen. Aufstiegs-Tourer sind besonders leicht gebaut und wiegen meist nur um die 1.000 g.

Abfahrtsorientierte Tourenski, auch Tourenski Freeride genannt

Wenn der Aufstieg nur Mittel zum Zweck ist und die Abfahrt das eigentliche Ziel der Skitour darstellt, kommen Tourenski Freeride ins Spiel. Sie sind für all jene konzipiert, deren Vision vom perfekten Tag im Schnee lautet: frischer, unverspurter Powder ohne Ende. Abfahrtsorientierte Tourenski kommen deutlich breiter daher als andere Tourenski-Modelle: Sie starten bei etwa 90 mm Mittelbreite, einige Modelle kommen sogar auf mehr als 105 mm unter der Bindung. Generell gilt: Je breiter der Ski, desto mehr Auftrieb hat man damit im Tiefschnee. Ein klares Plus für die Downhill-Performance.

Tourenski Allrounder

Beim Tourengehen schätzt Du beides gleichermaßen – den Aufstieg zum Gipfel und die Abfahrt ins Tal? Dann bist Du bei den Tourenski Allroundern genau richtig. Sie sind die goldene Mitte zwischen aufstiegsorientierten Ski und Freeride Tourenski und beherrschen beide Disziplinen mit einem gelungenen Mix aus geringem Gewicht, hohem Komfort und Funktionalität. Ski dieser Kategorie werden zwar nirgends Spitzenwerte aufweisen, dafür kommt man damit in nahezu jedem Gelände und bei allen Bedingungen gut zurecht: Als wahre Alleskönner fahren sich laufruhig und stabil, sind griffig, wenn’s drauf ankommt und bieten auch im tieferen Schnee ausreichend Auftrieb ohne den Weg zum Gipfel unnötig zu erschweren. Die meisten Allrounder bringen um die 1.200 g bis 1.300 g auf die Waage und messen etwa 84 mm bis 90 mm unter der Bindung. Das macht diese Modelle sehr vielseitig.

Race Tourenski

Race Tourenski sind für wettkampforientierte Profis – und für alle, die es am Berg besonders eilig haben. Wer sich so einen Ski anschnallt, meint es ernst: mit Höhenmetern, Distanz und Geschwindigkeit. Die perfekte Ausrüstung: minimalistisch. Reinrassige Race Tourenski werden sehr kurz gefahren und sind zudem superschmal gebaut: 65 mm Mittelbreite sind hier die Regel. Mit rund 650 g bis 800 g Gewicht sind sie außerdem federleicht und machen Besteigungen in Bestzeit möglich. Natürlich bedeutet all das gewisse Abstriche bei der Abfahrt.

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Die richtige Tourenski Länge

Tourenski werden in der Regel etwas kürzer gefahren als klassische Alpinski. Der Grund: Dadurch lässt sich das Gewicht möglichst niedrig halten und – noch wichtiger – kürzere Ski sind einfacher zu handeln. Das gilt speziell für den Aufstieg. Besonders im steileren Gelände, wenn viele Spitzkehren anstehen, ist ein kürzerer Tourenski von Vorteil.

Aber Vorsicht: Zu kurz sollte der Tourenski nicht sein, sonst muss man zu große Abstriche bei der Abfahrt machen. Generell gilt auch für Tourenski: Längere Ski bringen mehr Stabilität und Laufruhe, kürzere Ski sind dafür wendiger und agiler.

Die richtige Tourenski Länge ist vor allem davon abhängig, wie groß und schwer Du bist, welches Modell Du fährst, wie viel Erfahrung Du hast, was Du mit Deinem Tourenski planst und wie gut Deine Technik ist. Eine pauschale Längenempfehlung lässt sich daher nicht so einfach machen. Trotzdem gibt es ein paar grobe Anhaltspunkte, wie Du zur richtigen Tourenski Länge kommst:

  • Erfahrene abfahrtsorientierte Tourengeher und Freerider wählen in der Regel einen etwas längeren Tourenski, der durchaus über Körpergröße sein darf.
  • Allrounder greifen am besten zu einem Tourenski einige Zentimeter unter bis Körpergröße.
  • Aufstiegsorientierte Tourengeher sind mit einem deutlich kürzeren Ski besser beraten, aber nicht kürzer als Kinnhöhe. Mit einer Ausnahme: Reinrassige Race Tourenski gibt es meist nur in einer Länge, sie können, je nach eigener Körpergröße, auch deutlich unter Kinnhöhe ausfallen.

Die richtige Bindung

Früher wurden Pin-Bindungen hauptsächlich von aufstiegsorientierten Tourengehern genutzt, während Allrounder und Freerider auf Rahmenbindungen setzten. Nachdem sich die Pin-Bindungen in den letzten Jahren sehr weiterentwickelt haben, sind sie mittlerweile auch bei breiteren, abfahrtsorientierten Ski oft die erste Wahl. Vor allem die neuesten Tourenbindungen, die wie eine Pin-Bindung im Aufstieg und eine Alpin-Bindung in der Abfahrt funktionieren (mit klassischem Alpin-Backen und Ferse), sind für Allrounder und abfahrtsorientierte Tourengeher gleichermaßen interessant: Sie bringen Touring-Effizienz und Downhill-Performance gekonnt auf einen Nenner.

Du möchtest noch mehr wissen?

Hier geht's zu unserem detaillierten Guide über Tourenski und Tourenski Sets.

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