9 Tipps für einen guten Start in den Winter.

Bist Du bereit für die Skitourensaison?

Schneller als gedacht zieht die erste große Kaltfront über das Land und bringt den lang ersehnten Schnee. Hastig und - wie jedes Jahr ein wenig überrascht, werden die Ski aus dem Keller geholt und los geht’s. Gut, wenn dann alles bereit ist und es auf der ersten Tour der Saison keine bösen Überraschungen gibt. Wir sagen Dir, worauf Du achten musst und was Du unbedingt vor dem Saisonstart erledigen solltest.

1. Bring Deinen Körper auf Touren

Mal ehrlich: Wie viel Sport hast Du im Sommer gemacht? Warst Du wirklich trainieren oder hast Du die Zeit zwischen den Wintern zum Relaxen genutzt? Tu Dir einen Gefallen und geh in den drei Wochen vor den ersten Skitouren regelmässig 2 -3 Mal laufen und mach ein wenig Krafttraining. Wer jetzt loslegt, kann noch einiges aufholen. Denn am Berg ist der Körper von der Höhe schon genug gefordert. Wer fit in die Saison startet, hat deutlich mehr Freude. 

Tipp:
Erfahre von unserem ORIGINAL+ Experten Max Hofer, wie Du mit wenigen Übungen – ganz ohne Geräte – fit für die Skisaison wirst. 

2. Schau in der Skiwerkstatt vorbei

Rostige Kanten und tiefe Kratzer im ausgetrockneten Belag mindern die Performance Deiner Ski. Darunter leidet nicht nur Dein Fahrspass, sondern auch Deine Sicherheit. Lass deshalb den Belag checken, die Kanten schleifen und die Ski präparieren. Und wenn Du schon im Shop bist: Bitte den Fachmann auch Deine Bindung zu überprüfen. Denn ganz gleich, ob sich die Ski zu früh oder zu spät lösen, in beiden Fällen kann es gefährlich werden.

Tipp:

Das Skiservice im ORIGINAL+ Service Center ist individuell auf Deine Bedürfnisse abgestimmt. So zahlst Du nur das, was wirklich nötig ist und Deine Ski freuen sich über das hochprofessionelle Tuning. Den Unterschied wirst du im Schnee merken – garantiert!

3. Pflege die Skitourenfelle

Gut funktionierende Felle sparen auf Tour viel Kraft und Nerven. Um lästiges Aufstollen zu verhindern, kannst Du die Felle präventiv mit Wachs einreiben oder mit einem Imprägnierspray behandeln. Tu der Umwelt dabei etwas Gutes und achte auf Nachhaltigkeit! Prüfe im Anschluss daran, ob der Kleber noch einwandfrei funktioniert. Je nachdem, welche Technologie bei den Fellen zum Einsatz kommt, muss der Kleber reaktiviert, gereinigt oder erneuert werden.

Damit es auf der ersten Tour der Saison keine bösen Überraschungen gibt, prüfe bereits Zuhause, ob Deine Felle noch gut kleben. Copyright: Michael Grössinger

4. Überprüfe die LVS-Ausrüstung & Lawinenrucksack

Deine LVS-Ausrüstung ist der wichtigste Bestandteil Deiner Skitourenausrüstung und bedarf deshalb einer besonders eingehenden Prüfung:  

+ LVS-Gerät: Kontrolliere das Gerät optisch auf Beschädigungen und lege neue Batterien ein. Nach einen kurzen Selbsttest, solltest Du ausprobieren, ob Du suchen und gefunden werden kannst. Prüfe, ob die Software auf dem neuesten Stand ist und lass diese bei Bedarf aktualisieren. 

+ Sonde: Überprüfe, ob die Sonde verbogen oder eingerissen ist. Teste dann den Verschlussmechanismus: Eventuell muss er nachgespannt werden  

+Schaufel: Funktioniert der Verriegelungsmechanismus leicht und ohne großen Kraftaufwand? Im Zweifel hilft ein wenig Silikon-Spray. 

+Lawinenrucksack: Der Lawinen-Airbag ist eine großartige Erfindung, die Leben retten kann. Vorausgesetzt, er funktioniert. Kontrolliere deshalb vor der Skitourensaison folgende Punkte: Entfalte beide Airbags und prüfe sie auf Beschädigungen. Führe eine Testauslösung durch oder wiege die Patrone ab. Stelle dann sicher, dass die Patrone fest eingeschraubt und sicher im Rucksack fixiert ist. Der Auslösegriff sollte immer leicht in die Einschubhülse gleiten. Lässt sich der Griff nur schwer lösen oder rutscht er immer wieder aus der Halterung, dann gebe einen Tropfen ABS-Öl in die Einschubhülse.

TIPP: 

Auch die beste Ausrüstung hilft im Ernstfall nur dann, wenn man mit ihr umgehen kann. Nutze die schneearme Zeit zum Saisonstart und übe, übe, übe. Am besten gemeinsam mit Deinen Ski Buddies. Weitere Infos zu Bedienung und Pflege der verschiedenen Modelle findest Du in den Bedienungsanleitungen der unterschiedlichen Hersteller. 

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5. Bring das Erste Hilfe-Set auf Vordermann

Das Erste Hilfe-Packerl sollte – nicht nur zu Beginn der Skitourensaison – vollständig und funktionsfähig sein. Ein kleines Set besteht aus Rettungsdecke, Dreieckstuch, Schere, Einmalhandschuhen, Tape, Schere, Beatmungstuch, Schmerztabletten, Pflastern, steriler Wundauflage und Fixierbinde. Zusätzlich kann bei längeren Touren, in abgelegenen Gegenden ein SAM Splint zum Schienen von Brüchen und Verstauchungen hilfreich sein. Alle Utensilien zur Wundversorgung müssen steril verpackt sein. Und selbstverständlich gehört das Ablaufdatum beachtet. 

TIPP: 

Nichts nervt unterwegs mehr als Blasen an den Füßen. Ein paar Blasenpflaster sind deshalb eine wertvolle Ergänzung für jedes Erste Hilfe Set. 

Vor allem die äußerste Kleidungsschicht sollte frei von Löchern und Rissen sein, damit sie Dich unterwegs vor Wind, Kälte und Niederschlägen schützt. Copyright: Michael Grössinger

6. Bekleidung

Damit Dich Deine Kleidung auf Tour zuverlässig vor Wind, Niederschlag und Kälte schützt, solltest Du sie zu Beginn der Skitourensaison auf Löcher, Risse und Beschädigungen prüfen. Für Gore-Tex-Bekleidung gibt es von verschiedenen Herstellern ein Repair-Kit, das auch unterwegs gute Dienste leistet. Zudem bieten inzwischen einige Outdoormarken wie z.B. Patagonia einen – teilweise kostenlosen – Reparaturservice an. 

7. Sonstige Ausrüstung

Was Du sonst noch für Deine Skitouren brauchst, hängt ein wenig von Deinen individuellen Bedürfnissen sowie Dauer und Schwierigkeit der Tour ab. Empfehlenswert sind je nach Einsatzzweck: 

+ Biwacksack: Falls Dein Biwacksack im Sommer im Einsatz war, dann überprüfe ihn auf Beschädigungen, Risse und Löcher. 

+ GPS-Gerät: Versorge Dein Navigationsgerät mit neuen Batterien und teste Empfang und Funktionen. 

+ Stirnlampe: Lade den Akku oder setze neue Batterien ein. Prüfe außerdem, ob die Lampe noch funktioniert. 

+ Reparaturset: Gerade bei den ersten Touren macht ein kleines Reparaturset Sinn. Kabelbindern, Skistraps, Duck Tape, Skiwachs und einem Multifunktions-Tool können im Ernstfall über Gipfelsieg oder Umkehr entscheiden. 

8. Buche einen Kurs und lerne Neues

Zu Beginn der Skitourensaison ist außerdem die Zeit, dass eigene Wissen aufzufrischen und zu vertiefen. Lass Dir am besten vom Profi erklären, was über das Skitourengehen wissen musst. So lernst du innerhalb kürzester Zeit die Grundlagen der Schnee- und Lawinenkunde, alles über Verschüttetensuche, Bergung und Erstversorgung, interpretierst den Lawinenlagebericht, planst eigene Touren und feilst mit den Pros an deiner Abfahrtstechnik. Das lohnt immer! 

TIPP: 

Besuche im Februar oder März das ORIGINAL+ Tourenski Camp für Anfänger oder Fortgeschrittene und bringe Deine Skitourentechnik auf das nächste Level. 

Plane Deine Traumtour schon zu Beginn der Saison, dann musst Du im Ernstfall nur noch ausrücken. Copyright: Michael Grössinger

9. Plane die Höhepunkte Deiner Saison

Da Vorfreude ja bekanntlich die schönste Freude ist, lohnt es sich Deine Saisonhighlights im Voraus zu planen. Suche Dir mindestens fünf Traumtouren aus, die Du diesen Winter unbedingt machen magst. Überlege Dir genau wann für welche Tour die beste Zeit ist und wer Dich auf deiner Mission begleiten soll. Ansonsten ist der Winter genau so schnell vorbei wie er begonnen hat und Du warst wieder nur an Deinem Lieblingsberg unterwegs. 

TIPP: 

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Fazit

Wie so oft im Leben ist ein wenig Planung schon die halbe Miete. Nimm Dein Skivergnügen ernst und dann geh gscheit Skifahren. 

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